E-Bikes sind weiter stark gefragt

E-Bikes sind weiter stark gefragt

Immer mehr Deutsche fahren Pedelecs. Der Markt ist 2018 weiter gewachsen. Das freut den Fahrradhandel und ist gut für die Kunden, weil die Modellvielfalt wächst: Die Zweiradhersteller wollen mit ständig neuen E-Bike-Konzepten vom Boom profitieren.

E-Bikes | Von DPA und Lothar Kuhn |

Für genau 999 Euro verkauft Aldi Nord kommende Woche ein E-Bike in seinen Filialen. Auch viele Baumärkte bieten günstige Fahrräder mit Elektromotor an. Da greift so mancher Käufer zu und freut sich über den eingebauten Rückenwind. Auch zahlreiche Mountain-Biker wollen in den Genuss der Anschubhilfe am Berg kommen und legen sich ein E-MTB zu. Selbst Rennräder und elegante Stadträder gibt es mit Elektroantrieb.

Keine Frage: Der Markt für Pedlecs boomt. Knapp jedes vierte neu verkaufte Fahrrad in Deutschland hat inzwischen einen Elektromotor, so die brandneuen Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV). Ganz genau waren es 980.000 E-Bikes, ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt stieg der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes 2018 um 16,3 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro, teilte die Interessenvertretung von Herstellern und Importeuren jetzt in Berlin mit.

Lastenräder steigern die Umsätze im Handel

Insgesamt kauften die Deutschen 4,2 Millionen Räder. Das sind knapp neun Prozent mehr als 2017. "2018 war ein fantastisches Jahr für die deutsche Fahrradindustrie", schwärmt Siegfried Neuberger, ZIV-Geschäftsführer. Dazu hätten auch "die optimalen Witterungsverhältnisse" beigetragen, "die die Saison früh beginnen und spät enden ließen". Mit 756 Euro pro Rad stieg der durchschnittliche Verkaufspreis um sieben Prozent. Auch das liegt im Wesentlichen an E-Bikes, die in der Regel deutlich teurer sind als konventionelle Fahrräder. Weiteres Wachstum erhoffen sich die Hersteller unter anderem durch Lastenräder.

Deren Kauf fördern manche Kommunen wie Berlin oder Köln. Der Boom dürfte sich dieses Jahr damit fortsetzen, auch weil immer mehr Unternehmen Jobbike-Angebote für ihre Mitarbeiter ermöglichen, bei denen sich der Arbeitgeber am Kauf eines Rades beteiligt. Der ZIV rechnet damit, dass der Anteil von E-Bikes von derzeit 23,5 Prozent mittelfristig auf 30 Prozent am Gesamtfahrradmarkt zulegt. Langfristig seien sogar 35 Prozent durchaus realistisch.

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