Mercedes S-Klasse: Ab 2020 nur noch als Plug-in-Hybrid

Mercedes S-Klasse: Ab 2020 nur noch als Plug-in-Hybrid

Wenn die neue Mercedes S-Klasse im Frühjahr 2020 auf den Markt kommt, will sie das Segment der Luxuslimousinen einmal mehr neu definieren. Ohne Stecker geht nichts mehr.

E-Mobilität | Von Stefan Grundhoff und Sebastian Schaal |

Erstmals wird die neue Mercedes S-Klasse im eigenen Hause einen ernsthaften Konkurrenten bekommen. Neben der S-Klasse (ab 2020) bringt Mercedes mit dem EQ S Anfang 2021 ein weiteres Topmodell auf den Markt, das rein elektrisch angetrieben wird. Der Mercedes EQ S soll eine elektrische Reichweite von mindestens 500 Kilometern haben. Bei Design, Aerodynamik, Innenraum und Radstand soll sich der EQ S von der konventionellen S-Klasse deutlich unterscheiden.

Doch auch bei der S-Klasse selbst steht eine Neuausrichtung an: Das neue Modell wird durchweg als Plug-in-Hybrid erhältlich sein, der reine Verbrenner hat dann ausgedient. Oder: Ohne Stecker geht nichts mehr. Die hybriden S-Klassen sollen eine rein elektrische Reichweite von knapp 100 Kilometern bekommen. An den Abmessungen legen Ingenieure und Designer ebenfalls Hand an: Da bereits die E-Klasse die Fünf-Meter-Marke durchbricht, wird es die S-Klasse nur noch in einer Version mit verlängertem Radstand geben.

Im aktuellen Modell bietet Mercedes seit 2014 einen Plug-in-Antrieb an, den S500e L (seit dem Facelift S560e L). In diesem Auto ist ein drei Liter großer V6-Benziner (270 kW) mit einem Elektromotor (90 kW) kombiniert. Da der Akku lediglich 7,4 kWh groß ist, gibt Mercedes die rein elektrische Reichweite mit bis zu 50 Kilometern an, in der Praxis sind es aber deutlich weniger. Die Plug-in-Hybriden der nächsten Generation dürften also von Fortschritten bei den Batteriezellen profitieren. So wird es möglich, bei vergleichbarer Größe und Gewicht in den Batterien mehr Strom zu speichern, um die Reichweite auf die angepeilten 100 Kilometer zu erhöhen.

Der Schritt, keine reinen Verbrenner und Mild-Hybride mehr anzubieten, wird von den Verantwortlichen in Stuttgart wohl durchdacht sein. Ein Blick auf die Konkurrenz zeigt aber, dass das Risiko wohl überschaubar ist: Seit Porsche beim Panamera den Diesel aus dem Programm genommen hat, sind die Plug-in-Hybrid-Varianten zu den meistverkauften Antrieben der Porsche-Limousine aufgestiegen – und nicht die kleinen Benziner.

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