So lief der Edison Summit 2018

So lief der Edison Summit 2018

Die Generation E kam in Berlin zu ihrem ersten Gipfeltreffen zusammen, um über Konzepte für den Verkehr der Zukunft zu diskutieren. Und hinterlässt Optimismus.

Verkehr | , aktualisiert

"Wenn wir all das umsetzen würden, zu dem wir in der Lage wären - wir wären wohl erstaunt" – schon zu Beginn des EDISON SUMMIT 2018 machte Edison-Chefredakteur Franz Rother klar, dass der Blick nach vorne geht: Elektroautos, Solaranlagen, Smart Home – wie können wir den großen Kosmos an E-Angeboten für unser Leben nutzbar machen und sinnvoll miteinander verbinden?

Knapp 150 Vertreter der Generation E diskutierten in der Berliner Classic Remise genau diese Fragen. "Wir sind mitten in radikalen Veränderungen und haben die komplette Brandbreite noch nicht erkannt", sagte Peter Stracar, Europa-Chef von General Electric in seinem Grußwort. Unsere Gedanken und Einstellungen zu Mobilität würden sich daher noch deutlich verändern.

Große Veränderungen - die Spaß machen können

Doch auch wenn große Änderungen bevorstehen – Angst müsse man nicht haben, erklärte Cem Özdemir, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Verkehrswende kann Spaß machen." Die deutsche Autoindustrie drohe sie aber zu verpassen und damit zum Zulieferer chinesischer Staatskonzerne abzusteigen. Dass sich die Bundesregierung gegen strengere CO2-Grenzwerte für Neuwagen stelle, kritisierte der Grünenpolitiker, "ist ein Misstrauensvotum gegen die deutsche Ingenieurskunst."

Aber es müssten auch die vorhandenen Autos intensiver genutzt werden, schließlich stünden sie im Durchschnitt 23 Stunden am Tag herum. Autonome Autos, vernetzter ÖPNV und Sensoren allerorten seien wichtige Stichworte: "Verkehrswende ist nicht irgendetwas, was in Jahrzehnten kommt. Es findet heute statt und es ist disruptiv", erklärte Özdemir. "Wir dürfen nicht nur bestehende Technologien weiterentwickeln, sondern müssen mutig und kreativ neu denken."

Ob es wirklich so schnell vorangeht? Jörg Grotendorst, Leiter der ZF-Division Elektromobilität, prognostiziert eine rasch steigende E-Fahrzeugquote: "Bis 2025 haben 25 Prozent der Neuwagen einen Stecker – viele davon werden aber Hybride sein, weil die Reichweitenangst noch groß ist."

Und Manfred Fischedieck vom Wuppertal Institut warnt davor, nur an Räder zu denken: "Die Fokussierung auf Elektromobilität greift zu kurz", sagte er. Beim Kampf gegen den Klimawandel sei eine Mobilitätswende nötig, aber auch eine Wärmewende.

Energie und Wohlstand für Afrika

Wärme ist in großen Teilen Afrikas kein Problem, aber Licht: Daher bringt das Berliner Start-up Mobisol Solaranlagen samt Speicher in Gegenden ohne eigene Stromnetze. So haben die Menschen nicht nur nachts Licht, sondern können sich eine eigene Lebensgrundlage schaffen, mit Handy-Ladestationen, gekühlten Getränken oder als Friseure. Gründer Thomas Gottschalk erklärte, wie der für uns selbstverständliche Strom das Leben von Menschen in Kenia, Ruanda oder Tansania radikal verändert.

Auch am Rande des Summits gab es viel zu bestaunen: selbstbalancierende Einräder, autonome Fahrräder und historische E-Autos. Und mit der Verleihung der Genius Awards fand der Abend in der Classic Remise seinen krönenden Abschluss.

Einige Eindrücke von der optimistischen Stimmung auf dem EDISON SUMMIT vermittelt dieser kurze Film:

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