Design: Von der Skizze zum fertigen Auto

Design: Von der Skizze zum fertigen Auto

Jedes Auto entsteht zunächst auf dem Papier, dann im Rechner und kommt erst als Studie, dann als Prototyp auf die Straße. Ein langer Weg, auf dem viel passiert. Wir haben in die Skizzenbücher der großen Autobauer geschaut.

E-Mobilität | Von Peter Vollmer |

Das Aussehen von Autos ist für viele Menschen komplett irrelevant. Der Fiat Multipla mit Front-Wulst, der Citroën C4 Cactus mit Plastik-Einsatz und zahlreiche Modelle von SsangYong sind fahrende Beweise dafür.

Auch Nissans erster Leaf war zwar ein Elektro-Vorreiter, aber mit dem optischen Charme eines Seifenstücks.

DS 3 Crossback: Mut zur Form

Dabei fließt in die Entwicklung eines Autos auch viel Design-Hirnschmalz. Beim DS 3 Crossback etwa: "'Design im Dienst der Technologie', das war unser roter Faden", sagt Projektleiter Pascal Beziat. Die Elektro-Variante kommt zwar erst im kommenden Jahr auf den Markt, aber die Optik steht schon.

Sein Kollege Etienne Menant sieht als Stärke des Autos "vor allem seine Persönlichkeit" und "das skulpturale, charismatische Design". Was das genau bedeutet, haben uns die Designer des Elektroautos genau erklärt:

BMW iNEXT: Digitale Schritte

Auch BMW hat bei seiner Oberklasse-Vision iNEXT – die noch kein Serienfahrzeug ist – auf ein ganz eigenes Design geachtet. Stoff und Holz erinnern eher an ein Möbelstück als an ein Auto, Cockpit und Fond sind deutlich getrennt. Zumindest ungewöhnlich.

Künftig könnten verschiedene Funktionen über sogar Oberflächen wie Holz oder Stoff bedienbar sein – nicht mehr über Touchscreens. Displays wären verzichtbar, intelligente Projektionen können nämlich jede Fläche zu einem interaktiven Display machen.

Was sich optisch noch aus dem iNEXT heraus entwickeln kann? Für BMW spiele er eine "zentrale Rolle für die Entwicklung der Baukästen und Komponenten der Zukunft". Aber erst einmal ist das hier "State of the Art":

Mercedes EQC: Behutsam reduzieren

Auch bei Daimlers neustem E-Auto zeigten sich Anpassungen auf dem Weg zum Serienfahrzeug:

Audi e-tron: Anfangen mit Bescheidenheit

In Ingolstadt macht man es wie die Zigarettenhersteller: Die Logos werden unauffälliger, der Wiedererkennungswert des Vorzeige-Elektroautos bleibt ungebrochen. Dabei wussten die Audi-Designer schon früh, wie das Auto aussehen muss – und haben nicht mehr viel verändert. Beides spricht für Vertrauen ins eigene Design:

"Ein Auto muss sexy sein und zugleich ökologisch", sagte Ex-VDA-Chef Matthias Wissmann vor über zehn Jahren. Den zweiten Teil seiner Forderung erfüllt der E-Antrieb. Was sexy ist, liegt zum Glück weiterhin im Auge des Betrachters.

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