Bugatti Chiron aus Lego-Steinen fährt erste Testrunde

Bugatti Chiron aus Lego-Steinen fährt erste Testrunde

Millionen Teile, tausende Arbeitsstunden, eine fast perfekte Kopie: Lego hat mit Teilen der Technic-Reihe den Bugatti Chiron nachgebaut – und direkt auf die Rennstrecke geschickt.

Elektroautos | Von Peter Vollmer |

Dafür wird man doch eigentlich Ingenieur: Der Spielzeughersteller Lego hat mit über einer Million Bausteinen einen Bugatti Chiron nachgebaut. In Originalgröße. Und er fährt. Zumindest 20 km/h.

Der Chiron gilt als schnellstes Serienauto der Welt und verbraucht entsprechend fast 30 Liter Benzin. Der Lego-Chiron hingegen dürfte der langsamste Bugatti aller Zeiten sein, dafür aber auch der umweltfreundlichste: 2304 Motoren und 4032 Getriebe- und Zahnräder von Lego Technic rotieren in dem 1,5-Tonnen-Schiff. Es ist die erste bewegliche Konstruktion in dieser Größe.

Lena Dixen, Senior Vice President von Product and Marketing bei der LEGO GmbH, freut sich: "Unsere LEGO Technic Designer und die Ingenieure aus der Fabrik in Kladno, Tschechien, in der auch die beeindruckenden Modelle für die Lego Stores und Legoland Parks gebaut werden, haben sowohl beim Nachbau der ikonischen Formen des Chiron als auch bei der Vorbereitung dieses Modells auf echte Fahrten fantastische Arbeit geleistet."

Und so sieht er aus:

Sogar Armaturenbrett und Lenkrad entsprechen dem Original. Heckspoiler, Tachometer, sogar ein Bremspedal aus Legosteinen haben die Baumeister dem Wagen spendiert. Und es passen auch zwei Passagiere rein – auch wenn dann die 5,3 PS schon an ihre Grenzen kommen. Beim Bau wurden 339 verschiedene Arten von LEGO Technic Elementen verwendet. Die Entwicklung und Konstruktion dauerten über 13.000 Arbeitsstunden.

Hier sehen Sie den Wagen auf der Rennstrecke:

Erste Testfahrt bei VW

Auf dem Volkswagen-Testgelände Ehra durfte der Nachbau nun seine ersten Runden drehen und seine immerhin 92 Newtonmeter Drehmoment auf die Rennstrecke bringen, auf der auch der Original-Chiron erstmals getestet wurde. Und zwar von Le Mans- und Daytona-Sieger Andy Wallace. Der sagte zunächst: "Tatsächlich ist es aus einer Entfernung von ungefähr 20 Metern noch nicht offensichtlich, dass ein Lego-Auto vor einem steht." Dass er einmal ein Lego-Auto fahren würde, habe er sich nie geträumt.

Wer sich den Wagen nun selbst unter den Weihnachtsbaum legen möchte, wird enttäuscht sein: In den Handel kommt der Lego-Chiron nicht. Einige Teile sind nur für dieses Fahrzeug angefertigt worden, auch die Kombination vorhandener Lego-Technic-Sets ist also nicht möglich. Es bleibt nur die 1:8-Nachbildung mit 3600 Teilen. In die passt Andy Wallace aber nicht rein.

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