LA Auto Show: Wenig Elektro-Premieren, aber interessante Konzepte

Mit neuen (teil-)elektrischen Serienmodellen halten sich die Autobauer auf der "Automobility LA" etwas zurück. Zu sehen gibt es einige interessante Ideen – und ein Update für den Hybrid-Klassiker.

Audi e-tron GT
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Ein Porsche Taycan im neuen Kleid

Mit dem e-tron GT will Audi dem Tesla Model S Konkurrenz machen. Auf der Los Angeles Auto Show (30. November bis 6. Dezember) präsentieren die Ingolstädter die Studie e-tron GT Concept, die 2020 in Serie gehen dürfte. Optisch wirkt der Wagen einem Audi A7 nicht ganz unähnlich – die Technik teilt sich der e-tron GT aber mit einem anderen Modell aus dem Volkswagen-Konzern.

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Audi e-tron GT
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Audi e-tron GT

Denn anders als das SUV e-tron quattro, das auf einer modifizierten Audi-Plattform basiert, ist der e-tron GT quasi eine Kopie des Porsche Taycan. Aus Zuffenhausen übernimmt der Audi auch die 800-Volt-Batterietechnologie. Über technische Daten spricht Audi noch nicht, aber auch hier hilft ein Blick nach Stuttgart: Für den Taycan peilt Porsche 600 PS und 500 Kilometer Reichweite an.

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BMW iNext
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BMW iNext

Nachdem BMW die Konzeptstudie Vision iNEXT schon im September durch die Welt geflogen hat (EDISON hat berichtet), wird das Showcar in LA erstmals auf einer Messe gezeigt. Wie schon bei der Premiere vor einigen Wochen halten sich die Münchner aber mit Infos zu Antrieb etc. zurück. Was bis zum Serienmodell i5 (frühestens 2021) übrig bleibt, ist also unklar.

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BMW iNEXT i5
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BMW iNext

Mit dem i3 hat BMW ja schon durchaus gezeigt, dass man auch unkonventionelle Innenräume in einem Serienauto bringt. Ob der i5 dann aber mit Holzboden und roséfarbenem Alcantara verkauft wird, wollen wir in Frage stellen.

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Toyota Prius Quelle: Toyota
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Toyota Prius

Deutlich realitätsnäher als Audi und BMW zeigt sich Toyota – mit einem Update für den Hybrid-Klassiker Prius. In der Pressemitteilung sprechen die Japaner zwar von einem "geschärften Design", praktisch ist es jedoch ein entschärftes Design. Die Scheinwerfer (jetzt mit Bi-LED-Technik) fallen deutlich schmaler aus, die auffälligen Kanten, an denen sich wohl einige Interessenten gestört haben, sind weggebügelt.

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Toyota Prius Quelle: Toyota
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Toyota Prius

Auch die Heckleuchten, zuvor in einer auffälligen, senkrechten Leuchte, fallen und gefälliger aus. Am sparsamen und bewährten Antrieb tut sich nicht viel. Ansonsten gibt es zwei neue Lackfarben und einen überarbeiteten Innenraum.

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Volvo und Luminar Quelle: Volvo
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Volvo zeigt autonome Visionen

Volvo ist auf der LA Auto Show aufgetaucht, ohne ein einziges Auto zu zeigen. "Mit der Bezeichnung Automobility LA beweisen die Veranstalter, dass sie den Wandel erkannt haben, der unsere Industrie beschäftigt“, sagt Mårten Levenstam, bei Volvo verantwortlich für Produktstrategie. "Wir haben die Botschaft verstanden und wollen eine Diskussion über die Zukunft der Automobilität in Gang bringen. Anstatt also ein Konzeptauto zu zeigen, reden wir lieber über das Konzept Auto." Praktisch heißt das: Einen Ausblick auf die neueste Sensortechnik autonomer Autos.

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Volvo und Luminar Quelle: Volvo
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So sieht ein autonomes Auto die Welt

Die fortlaufende Weiterentwicklung der Lidar-Technik, die Laserimpulse zur Objekterkennung einsetzt, ist ein wesentlicher Baustein für die Sicherheit autonomer Fahrzeuge. Die von Luminar in Zusammenarbeit mit Volvo entwickelte Technik ermöglicht es, menschliche Körperhaltungen einschließlich einzelner Gliedmaßen wie Arme und Beine zu erkennen, was mit diesem Sensortyp bisher nicht möglich war. Zudem können Objekte in bis zu 250 Meter Entfernung erfasst werden, eine weitaus größere Reichweite als mit jeder derzeit verfügbaren Lidar-Technik.

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Porsche 911 992 Quelle: Porsche
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Porsche 911 noch ohne Hybrid

Zudem hat Porsche die neue Generation des 911 vorgestellt – die inzwischen achte Auflage des Sportwagen-Klassikers hört auf das Kürzel 992. Die geplanten Hybrid-Antriebe kommen wohl erst ein einigen Jahren in den 911. Uns interessiert ein anderes Feature, das in Kalifornien vorgestellt wurde: der "Porsche Impact" zur Neutralisation des individuellen CO2-Fußabdrucks. Dabei handelt es sich um einen Emissionsrechner. Dieser bemisst die finanziellen Beiträge, die Porsche-Kunden zahlen können, um ihren CO2-Fußabdruck zu kompensieren. Sie wählen selbstständig, in welche international zertifizierten Klimaprojekte sie investieren wollen. Diese sind über die ganze Welt verteilt und konzentrieren sich auf Wind-, Wasser- und Sonnenenergie sowie Waldschutz.

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Mazda3 Quelle: PR
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Mazda3

Der neue Mazda3 bringt eine Weltpremiere: den ersten "Diesotto"-Motor in einem Serienauto. Dieser Antrieb soll die Vorteile von Diesel- und Benzinmotor (auch Ottomotor genannt) verbinden. Er verwendet Benzin als Kraftstoff, wird aber nicht von einer Zündkerze gezündet, sondern wie ein Diesel per Kompression. Der "Skyactiv-X" genannte Motor hat einen Hubraum von 2,0 Litern und wird von einem Mildhybrid-System unterstützt. Genaue Motordaten gibt Mazda noch nicht bekannt, ebenso wie Preise oder den Zeitpunkt der Markteinführung. Wie groß das Spar-Potenzial in der Praxis ist, wird sich also noch zeigen.

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Rivian R1T Quelle: PR
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Rivian R1T

Die große Überraschung der Messe kommt aber von keinem etablierten Hersteller. Elon Musk verspricht seit Jahren einen elektrischen Pick-up-Truck von Tesla. Jetzt könnte er überholt werden – von einer Firma, die bislang nur wenige auf dem Radar hatten. Rivian wurde bereits 2009 gegründet, seitdem wurde im Stillen ein Elektro-Truck entwickelt. Im Vorfeld der LA Auto Show hat Rivian jetzt den R1T gezeigt. Der ist sicher nichts für europäische Straßen. Wenn er aber hilft, die saufenden V8-Pick-ups zu verdrängen, wagen wir mal einen Blick.

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Rivian R1T Quelle: PR
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Rivian R1T

Das Fahrzeug kann jetzt vorbestellt werden und soll spätestens 2020 auf den Markt kommen. Die Eckdaten des Fahrzeugs aus Ohio sind beeindruckend: Die kleinste Batterie fasst 105 kWh, zum Start sind aber nur die beiden größeren Optionen mit 135 und 180 kWh verfügbar. Mit dem größten Akku sollen umgerechnet bis zu 640 Kilometer möglich sein, dank 160 kW Ladeleistung soll der Akku in 50 Minuten zu 80 Prozent geladen werden können. Die Leistung liegt – je nach Batterie-Option – zwischen 300 und 562 kW. Mit einem Gewicht von 2670 Kilo ist er nur etwas schwerer als ein Ford F-150 oder Chevrolet Silverado, die auch bis zu 2,5 Tonnen auf die Waage bringen.

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