Faltbarer Elektro-Scooter mit Porsche-Gen

Faltbarer Elektro-Scooter mit Porsche-Gen

Der URB-E wurde von einem ehemaligen Porsche-Entwickler für die Stadt konstruiert. Der US-Export soll unschlagbar günstig sein.

E-Bikes | Von Wolfgang Schäffer

Es ist schon ein außergewöhnliches Gefährt, das da von einem ehemaligen führenden Porsche-Entwickler in einer Garage im kalifornischen Pasadena entwickelt wurde. Leicht sollte es sein, trotz des Akkus für den elektrischen Antrieb. Gut zu transportieren, um auch in Bus und Bahn Platz zu finden. Und natürlich einfach zu fahren, um sicher im Stadtverkehr unterwegs zu sein. Mit dem URB-E wurden sämtliche dieser Vorgaben umgesetzt.

Lediglich 16 Kilogramm bringt der 86 Zentimeter lange und 89 Zentimeter hohe Elektro-Scooter auf die Waage. Dazu lässt sich das Gefährt bei Bedarf in Sekundenschnelle zu einem handlichen Paket zusammenklappen. Denn nach der Fahrt ist vor der Fahrt: Der URB-E kann auch in die öffentlichen Verkehrsmittel mitgenommen werden.

Nach dem Aussteigen geht es aufgeklappt – ebenfalls blitzschnell mit einem Handgriff - zum Zielort weiter. Aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Maße sind Treppen dabei ebenso wenig ein Problem wie ein enges Büro. Der URB-E findet sogar unterm Schreibtisch und natürlich leicht im Kofferraum des Autos Platz. Auch im Café oder Restaurant gibt es immer ein Eckchen, wo der zusammengeklappte Scooter abgestellt werden kann.

Anfangsprobleme auch für geübte Fahrer

Zugegeben, die erste Fahrt mit dem Scooter ist noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Grund dafür sind die kleinen Räder und der extrem kurze Radstand. Da geht es anfangs selbst für den geübten Radler etwas wackelig vorwärts. Doch es dauert nur ein paar Minuten, dann legt sich die anfängliche Unsicherheit und Fahrspaß pur ist angesagt. Der niedrige Schwerpunkt ermöglicht bestes Handling. Leicht und locker geht es um die Ecken und durch enge Passagen. Das vermittelt ebenso Sicherheit wie die fest zupackende hintere Scheibenbremse.

Die mit Luftkammern gefüllten Gummiauflagen der kleinen Räder sind gegen einen Plattfuß immun und bieten schon erstaunlich guten Komfort. Verbessert wird der noch von einem angenehm geformten Sitz mit integrierter Federung. Die Füße ruhen während der Fahrt auf Aluminiumrasten am hinteren Rad.

30 Kilometer Reichweite

Angetrieben wird das URB-E von einem 250 Watt starken E-Motor, der seine Kraft aus einer 36-Volt-Lithium-Ionen Batterie bezieht. Der von Tesla gefertigte Akku soll nach Angaben des Herstellers eine Reichweite von etwas mehr als 30 Kilometern ermöglichen und eine Höchstgeschwindigkeit von 24 Kilometern pro Stunden erlauben. Das Laden einer komplett leeren Batterie dauert etwa vier Stunden. Das Ladegerät gehört zum Lieferumfang. Eine 220-Volt-Steckdose reicht aus.

Während der Rahmen aus sonst im Flugzeugbau verwendeten Aluminium besteht, sind Lenkstange und Steuerrohr aus Carbon gefertigt. Das Chassis des in unterschiedlichen Farben angebotenen URB-E wird in Handarbeit sandgestrahlt und anschließend unter Laborbedingungen für eine möglichst hohe Stoßfestigkeit und lange Haltbarkeit lackiert.

Wer mag, kann eine Halterung für sein Smartphone ordern, das dann über einen USB-Anschluss während der Fahrt geladen werden kann. Auch ein kleiner Einkaufskorb oder ein Cupholder lassen sich problemlos am E-Scooter montieren.

Das kleine in Pasadena ansässige Unternehmen verspricht eine Lieferung des patentierten und zu Preisen ab 900 Dollar angebotenen URB-E weltweit drei Wochen nach der Bestellung. Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Webseite - allerdings sollten sich Interessenten vor dem Kauf informieren, ob der Falt-Flitzer bei ihnen auch eine Straßenzulassung hat.

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