DS3 Crossback: 2019 kommt die Elektro-Variante

DS3 Crossback: 2019 kommt die Elektro-Variante

Die französische Nobelmarke DS setzt auf den Elektroantrieb. Nur wenige Monate nach der Premiere des DS3 Crossback kommt das Kleinwagen-SUV auch als Elektro-Variante auf den Markt.

Elektroautos | Von Wolfgang Eschment und Sebastian Schaal |

Nüchtern betrachtet ist es nur ein weiteres Kleinwagen-SUV. Wenn der DS3 Crossback im Frühjahr 2019 zu den Händlern kommt, ist es ein wichtiger Moment für die PSA-Gruppe. Für die Marke DS ist es ein bedeutsames Modell in der Wachstumsstrategie – schließlich wird der alte DS3 durch ein trendiges SUV ersetzt.

Der Crossback ist aber auch der erste Abkömmling der PSA-eigenen Common-Modular-Plattform und damit konzernweit von Bedeutung. Denn das CMP abgekürzte Baukasten-System erlaubt nicht nur viele Modelle von der Größe eines Klein- oder Kompaktwagen. Sie ist auch auf alternative Antriebe ausgelegt und dabei so flexibel, dass unterschiedliche Autos mit unterschiedlichen Antrieben auf einem Band gefertigt werden können.

"Die neue Plattform bringt den weiteren Vorteil einer Gewichtseinsparung von durchschnittlich 30 Kilogramm", vergleicht Projektleiter Pascal Beziat das Modell mit seinen Vorgängern. Dabei helfen ultra-hochfester Stahl, Aluminium und Verbundwerkstoffe. Das dürfte auch den kommenden Versionen des Peugeot 208 und Opel Corsa zugutekommen – beide sind schon als Vollstromer bestätigt.

DS3 Crossback: elektrisch ab 2019

Für den DS3 Crossback heißt das: Noch vor Ende des Jahres 2019 kommt das avantgardistisch gezeichnete Franzosen-SUV auch als reines Elektroauto auf den Markt. Der 100 kW starke Elektromotor soll den DS3 Crossback E-TENSE in 8,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten lassen. Die Höchstgeschwindigkeit wird aus Reichweitengründen auf 150 km/h begrenzt. Diese soll, nach strenger WLTP-Norm wohlgemerkt, bei immerhin 300 Kilometern liegen.

Der Akku wird mit chinesischen Zellen bestückt und soll bis zu 50 Kilowattstunden (kWh) fassen. Die Batterien sind hier nämlich platzsparend in drei Paketen (insgesamt 18 Module) im Unterboden des Fahrzeugs zwischen den Achsen untergebracht — im Passagierraum und auch beim Ladevolumen gibt es so keine Einschränkungen. An einem 100-kW-Lader soll die Batterie in 30 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt sein.

Wenn der flüsterleise Franzose dann auf den Markt kommt, trifft er auf den neuen, fast gleichgroßen Hyundai Kona EV. Der ist natürlich nicht ganz so fein ausgestattet wie das DS-Modell, aber dessen stärkere 150-kW-Variante soll mit einem 64-kWh-Akku sogar bis zu 480 Kilometer (WLTP-Norm) weit kommen. Selbst mit der kleineren 39,2-kWh-Version soll der Koreaner noch gut 250 Kilometer Reichweite offerieren.

Verkaufsziele für die E-TENSE-Version des kleinen DS3 Crossback wollen die Franzosen aber noch nicht nennen. Die Kapazität im Produktionswerk Poissy bei Paris könne bei Bedarf flexibel hochgefahren werden, da das elektrische Modell auf den gleichen Bändern wie die Benziner und Diesel gebaut werde. Genau das erlaube die neue, komplett modulare CMP-Plattform der Baureihe. Ein Preis wird noch nicht genannt, doch soll die E-Version bei den Gesamtkosten zu den konventionell getriebenen Schwestermodellen konkurrenzfähig sein.

Und in den nächsten drei Jahren kommen bei Citroëns Premiummarke fünf weitere elektrifizierte DS-Modelle auf den Markt. Zum Beispiel ein Kompaktmodell à la VW Golf und natürlich ein dazugehöriges SUV, den es bis 2022 ebenfalls als Vollstromer geben soll. Zudem plant man bei DS auch einen großen, vermutlich siebensitzigen Edel-SUV, (ebenfalls elektrifiziert) und eine luxuriöse Oberklasse-Limousine.

Die letzteren beiden Modelle dürften auch die reizvollen Türöffner für den seit Jahren diskutierten und nun endgültig für 2026 geplanten Einstieg des PSA-Konzerns (Peugeot/Citroën) auf den US-Markt spielen. Technisch sind die DS-Modelle deshalb allesamt als überall zulassungsfähige Weltautos konzipiert. Bei der Anpassung der Autos an die US-Vorschriften nutzt PSA übrigens die Erfahrungen von Opel-Spezialisten in Amerika und Rüsselsheim. Denn Opel, seit 2017 eine Tochtermarke der Franzosen, hat durch die jahrzehntelange Zugehörigkeit zu General Motors das entsprechende Know-how. Peugeot hatte sich 1991 vom US-Markt verabschiedet.

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