CityQ: Radeln auf dem Elektro-Vierrad

CityQ: Radeln auf dem Elektro-Vierrad

Das norwegische Start-up "CityQ" hat ein elektrisches Fahrzeug entwickelt, das eine Mischung aus Auto und Fahrrad darstellen soll. Laut Entwicklern kann der Dreisitzer das ganze Jahr über genutzt werden und soll besonders im Stadtverkehr eine Alternative darstellen.

E-Bikes | Von Angela Schmid

Vier Räder, ein Dach, ein Lenkrad: CityQ ist halb Auto, halb Rad. "Die Städte in Nordeuropa können nicht einfach erwarten, dass die Menschen ihr Auto gegen das Rad eintauschen, wenn es an so vielen Tagen im Jahr Regen und Frost gibt. Damit ein dauerhaftes Umsteigen attraktiv wird, muss Radfahren das ganze Jahr über trocken und bequem sein", erklärt Morten Rynning, CEO von CityQ, seine Idee. Auf Deutschland trifft die Wetteraussage auf jeden Fall zu. Vermutlich ein Grund, warum Rynning sein Gefährt jetzt erstmals in Deutschland vorstellt.

CitQ ist ein elektrisches Fahrzeug, das von dem gleichnamigen Start-up mit Sitz in Oslo (Norwegen) entwickelt wurde und rund 6.000 Euro kosten soll. Es hat Platz für drei Personen und 90 Liter Gepäck. Der Elektromotor mit 250 – 500 Watt Leistung schafft eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h und eine Reichweite von etwa 100 Kilometer. Auf dem Dach ist noch ein Solarpanel, um ein wenig Strom selber zu produzieren und ein paar Kilometer mehr herrauszuholen. Ausgelegt ist das E-Bike als Ganzjahresfahrzeug. Wem dies zu kalt ist, kann zusätzlich Seitentüren nachrüsten. Geladen wird ganz einfach über eine Schukosteckdose.

Interesse an Alternativen zum Auto

Laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums und des Bundesumweltamts aus dem Jahr 2017 sind fast zwei von drei Großstädtern grundsätzlich bereit, auf alternative Fortbewegungsmöglichkeiten wie einem Fahrrad umzusteigen. Darauf setzt das norwegische Unternehmen. Und auf die Genervtheit von Stadtmenschen, die mit Staus und chronischem Parkplatzmangel zu kämpfen haben.

Denn der kleine Elektroflitzer ist gerade mal 87 Zentimeter breit und braucht nicht mehr Platz als ein Motorroller und passt damit auch in eine kleine Lücke. Außerdem hat es den Status als E-Bike und darf damit auch in autofreien Bereichen wie auf Radwegen und durch Parks fahren.

Für Rynning eine platzsparende und komfortable Alternative zum Auto – vor allem in Großstädten. Der Osloer sieht dies auch als umweltfreundliche Car-Sharing-Alternative oder als Miet- und Leasing-Service. Eine entsprechende App für das Smartphone bietet er daher ebenfalls an.

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