Auslieferung des e.Go Life verzögert sich

Auslieferung des e.Go Life verzögert sich

Ursprünglich sollten die ersten Exemplare des e.Go Life im Oktober ausgeliefert werden, dann Dezember. Jetzt verschiebt sich die Auslieferung erneut – auf frühestens April 2019.

Elektroautos | Von Sebastian Schaal |

Das Aachener Elektroauto-Start-up e.Go Mobile scheint auf den Spuren von Tesla zu wandeln: Die Auslieferung des ersten Modells Life verschiebt sich erneut, wie Gründer und Firmenchef Günther Schuh den Vorbestellern in einer Mail mitteilte. Ursprünglich sollten die ersten Exemplare des e.Go Life bereits im Oktober 2018 ausgeliefert werden, später wurde der Termin auf Dezember verschoben. Jetzt sollen die Vorbesteller zwischen "April und September 2019" ihre Autos erhalten.

Der Grund für die Verzögerung liegt aber laut Schuh außerhalb des Unternehmens. "Wir haben den Wegfall eines großen Zulieferers nach dessen Übernahme nun vollständig durch andere Lieferanten kompensieren können und die Entwicklung des e.GO Life abgeschlossen", schreibt der Gründer. Aber: "Leider haben sich aber – ausgelöst durch den Dieselskandal – die Corporate Governance Regeln vieler Zulieferer geändert. Uns betreffen jetzt die neuen Freigaberegeln einzelner Zulieferer."

Das führe dazu, dass einige Zulieferer "neuerdings eigene Anwendungs- und Sicherheitseinstufungen" vornehmen und "nicht mehr die Einstufung seitens des OEMs" akzeptieren. Sprich: Den Unternehmen reicht es nicht mehr aus, das eigene Bauteil freizugeben. Sie wollen stattdessen das finale Gesamtfahrzeug abnehmen und so sicherstellen, dass ihr Bauteil auch dann noch der Freigabe entspricht und nicht manipulativ verändert wurde. "Nach heutigem Stand geben uns vier unserer Zulieferer erst im April 2019 ihre Komponenten für den Straßeneinsatz frei", so Schuh. Deshalb werde man die Serienproduktion erst im März 2019 hochlaufen lassen und nicht im November 2018, "da wir uns die Produktion von circa 2.000 Fahrzeugen auf Halde finanziell nicht leisten können".

Die erneute Verzögerung hat auch Folgen für die angekündigten Events, bei denen die Vorbesteller den Life erstmals fahren können. "Das von uns angekündigte Probefahrtevent mit einem seriennahen Fahrzeug
können wir nun erst Anfang des nächsten Jahres anbieten", schreibt Schuh. "Bis dahin dürfen unsere Fahrzeuge außerhalb unseres Werksgeländes nur von ausgebildeten Testfahrern gefahren werden." EDISON hatte bereits die Möglichkeit, den e.Go Life auf dem Werksgelände zu testen, wo die Testfahrer-Beschränkung nicht gilt. Die Eindrücke unseres Autors lesen Sie hier.

Im Februar 2019, also ungefähr gleichzeitig zu dem Fahrevent, sollen die Kunden die Kalenderwoche erfahren, in der ihr persönlich konfiguriertes Exemplar gebaut wird. Die Reservierung eines e.GO Life für eine Gebühr von 1000 Euro kann laut dem Anbieter jederzeit storniert werden, der Betrag wird anschließend in voller Höhe erstattet. "Wir bedanken uns für Ihr stetes Interesse an unserer Weiterentwicklung und bitten Sie um Ihre Geduld bis zu dem gemeinsamen Fahrevent.", schließt Schuh seine Mail.

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