Tesla stellt kostenloses Supercharger-Laden endgültig ein

Tesla stellt kostenloses Supercharger-Laden endgültig ein

Tesla verabschiedet sich endgültig vom kostenlosen Supercharger und streicht bei Neukunden für Model S und Model X sogar das letzte Gratis-Paket. In Deutschland unterscheidet sich das Bezahlmodell jedoch vom Rest der EU.

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Die Flatrate für kostenloses Laden an Teslas Supercharger-Stationen ist bereits länger Geschichte. Jetzt gibt es für Neukunden eines Tesla Model S oder Model X nicht einmal mehr das Gratispaket von 400 freien Kilowattstunden pro Jahr am Supercharger. Damit ließen sich die beiden großen Telsa-Modelle je nach Akku-Größe zwischen vier und sechs Mal vollständig laden.

Bereits früher in diesem Jahr hatte Elon Musk gesagt, dass das freie Schnellladen unrentabel war und nicht zurückkommen werde. Der Schritt, sich von der 400-kWh-Pauschale zu trennen, ist also nur konsequent. Auch wenn das Paket für einige Kunden seinen Reiz hatte: Wer vor allem zu Hause lädt und im Alltag keinen Supercharger nutzt, konnte mit den vier bis sechs Gratis-Schnellladungen die wenigen Langstrecken-Fahrten in einem Jahr bequem abdecken.

Für die Fahrer von Model S und Model X greift auch jetzt ein neues Preismodell. In Deutschland sind das 34 Cent pro Minute bei über 60 Kilowatt Ladeleistung und 17 Cent bei weniger als 60 kW. Es wird hierzulande nach Ladezeit und nicht den tatsächlich geladenen Kilowattstunden abgerechnet, weil die Supercharger in diesem Punkt nicht dem deutschen Eichrecht entsprechen. Ähnlich sieht es in Polen aus, wo ebenfalls ein Zeittarif berechnet wird 1,00 PNL/min bzw. 0,50 PNL/min). In allen anderen europäischen Ländern wird nach Kilowattstunden abgerechnet. Die Preise liegen hier zwischen 20 und 24 Cent pro Kilowattstunde.

Die gestiegenen Stückzahlen haben einen für Endkunden kostenlosen Betrieb der Supercharger für Tesla offenbar unattraktiv gemacht. Wobei sich die Kosten bei dem neuen Bezahlmodell in Grenzen halten, eine Kilowattstunde Haushaltsstrom ist mit ungefähr 30 Cent etwas teurer als der Tarif, den Tesla zum Beispiel in Spanien berechnet. Der Vergleich mit anderen Gleichstrom-Schnellladern ist allerdings nicht ganz so einfach: Anbieter wie Innogy oder Ionity berechnen pauschal um die acht Euro pro Ladevorgang. Wer dann 80 Kilowattstunden nachlädt, bezahlt umgerechnet nur zehn Cent pro kWh. Bei einem BMW i3 120 Ah (Batteriekapazität 42,2 kWh) werden weniger als 40 kWh nachgeladen, die Kilowattstunde ist also im Vergleich deutlich teurer.

Eine halbe Stunde am Supercharger kostet mit voller Ladeleistung in Deutschland künftig 10,20 Euro. In dieser Zeit können – je nach Ladezustand des Akkus, Temperatur der Umgebung und der Batterie, etc – um die 50 Kilowattstunden nachgeladen werden. Damit sind selbst bei zügiger Fahrweise deutlich über 200 Kilometer drin.

Eine (vorübergehende) Möglichkeit zum Gratis-Laden gibt es allerdings noch: Wer über einen speziellen Empfehlungs-Link ein Model S oder Model X bestellt, darf sechs Monate lang kostenlos das Supercharger-Netzwerk nutzen. Noch.

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