Unsere E-Auto-Gemeinschaft wächst

Unsere E-Auto-Gemeinschaft wächst

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Elektroauto-Mitstreiter im Straßenverkehr entdecke. Und das passiert mittlerweile immer häufiger.

Birgit Steffani

Birgit Steffani lebt und unterrichtet in Ilmenau und fährt einen Renault Zoe. Ihre Erfahrungen mit dem neuen Elektroauto schildert sie im eigenen Blog für Edison.

Hurra!

Heute wurde nicht nur die Stromtrasse von Thüringen nach Unterfranken unter großer Medienpräsenz freigeschaltet, so dass die enorme Menge von Windstrom nun auch exportiert werden kann. Nein, ich bin zum ersten Mal eine lange Strecke hinter einem anderen Elektroauto hergefahren! Es war ein Fluence von Renault und der fährt ebenso wie die Zoe 100 Prozent elektrisch.

Da fiel mir ein - den Optiker, der dieses Auto fährt, hatte ich bereits auf der Seite der App Save & Charge entdeckt. Hier können Privatanbieter ihre eigenen Ladesäulen oder Wallboxen registrieren und dann das Laden dort öffentlich anbieten, gegen Bezahlung. Das Prozedere läuft über Save & Charge. Ich bin dort auch registriert, aber bislang hat es noch niemanden zu mir verschlagen.

Ach ja - und neulich ging ich in Ilmenau über die Fußgängerampel und da stand ein Elektroauto an der roten Ampel.

Elektro wird zur Routine

Was für Bewohner Baden-Württembergs oder Nordrhein-Westfalens nun schon Normalität zu sein scheint, glaubt man Frau Hildebrandt aus dem ersten Edison Magazin, dringt nun langsam auch in die waldreichen Gefilde Mitteldeutschlands vor. Die IAA stellt immer neue Elektroautos vor, bald wird das Laden auch vereinfacht und nun werden wir immer mehr, die auf 100 Prozent elektrisch setzen.

Wenn ich jetzt mit 140 km/h nach Erfurt düse, zügig überhole und beim Verlangsamen das Rekuperieren genieße, fühlt sich alles selbstverständlich, einfach und unaufgeregt an. Die Windräder am Erfurter Kreuz in der Abendsonne sind fast zu schön im herbstlichen Licht. 11111 km gefahren und nun schon ein "Alter Hase".

Meine Ladestationen wechsle ich je nach Fahrtziel virtuos. Das Anschließen an die Station ist entspannte Routine. Immer noch habe ich keine gute Lösung für das Verstauen des Kabels im Kofferraum, aber kommt Zeit, kommt Rat. Es irritiert mich, dass mir schon bei einer Minimalabweichung angezeigt wird, ich müsse den Reifendruck überprüfen - aber nun kommen bald schon die Winterräder drauf, da wird sich auch dieses Problem lösen. Die sinkenden Temperaturen wirken sich deutlich vermindernd auf die Reichweite aus. Ich werde mein Schafwollkissen wieder hervorholen und sitze morgens mit Mantel im Auto.

Mein erstes Elektroautojahr geht zur Neige. Ich fahre längere Strecken wieder gerne mit der Bahn. Aber in meinem Alltag genieße ich meinen schwebenden Fahruntersatz täglich.

Artikel teilen

Kommentare

Ihr Browser ist veraltet. Deshalb können Sie diese Webseite nicht korrekt darstellen!

Bitte laden sie einen dieser aktuellen, kostenlosen und exzellenten Browser herunter:

Für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit, Komfort und Spaß.

Lade Seite...