"Eco" oder Tempo: Balance im E-Auto

"Eco" oder Tempo: Balance im E-Auto

Birgit Steffani fragt sich: Drehmoment nutzen, aufs Pedal drücken oder umweltfreundlich-stromsparend fahren und weit kommen? Die Antwort: beides.

Birgit Steffani

Birgit Steffani lebt und unterrichtet in Ilmenau und fährt einen Renault Zoe. Ihre Erfahrungen mit dem neuen Elektroauto schildert sie im eigenen Blog für Edison.

Wenn ich den ECO-Schalter während der Fahrt drücke, drosselt der Wagen die Beschleunigung, damit der Energieverbrauch in einem definierten Rahmen bleibt. Es wird im Winter gleich kühler und im Sommer wärmer, da die Klimaanlage auch gedrosselt wird. Das bedeutet: meine Reichweite reduziert sich weniger schnell, gleichzeitig wird mein Fahrkomfort eingeschränkt.

Wie entscheide ich mich also beim Fahren im Alltag? Wähle ich ECO oder Geschwindigkeit?

Es ist bei Kälte ein Trugschluss zu meinen, meine Reichweite würde mit ECO signifikant erhöht, denn durch die Verlängerung der Fahrtzeit verbrauche ich größere Energie zum Erwärmen des Fahrzeugs.

Meine Entscheidung ist daher folgender Mix: Ich jongliere. In der Stadt und auf der Landstraße fahre ich im Eco Modus, wechsele dann auf der Autobahn in den Normalbetrieb, um zügig überholen zu können und dann etwa 110 km/h zu fahren, statt etwa die kaum zu überschreitenden 96 km/h im Eco Modus.

Ein grünes, Blatt auf meinem Navigationsbildschirm zeigt mir durch seine Größe auch bei Normalbetrieb an, wie ökologisch ich fahre. Meine Kilometer-Reichweite wird dann bei der nächsten Fahrt aus dem Durchschnitt der vorigen Fahrten ermittelt. 

Zusätzlich zu diesen beiden Einstellungen habe ich im Renault Zoe noch einen Tempopiloten, den ich einstellen kann. Eigenartigerweise ist der nicht identisch mit einem Tempomat, denn ich kann einstellen um wie viele Stundenkilometer die eingegebene Geschwindigkeit über- oder unterschritten werden kann.

Der Tempopilot funktioniert ab 30 km/h. Im Stadtverkehr ist er aber unpraktisch. Meine Tochter beschwerte sich ziemlich, als ich ihn da ausprobierte, denn da beschleunigt der Wagen dann abrupt, so dass ich erschreckt bremste… zum Glück ist außer einer verärgerten Beifahrerin nichts passiert.

Der Vorteil des Tempopiloten ist, dass der Wagen möglichst energiesparend beschleunigt und eben auch optimal rekuperiert. Und so erreicht er die eingestellte Geschwindigkeit weit langsamer als es bei einem reinen Kraftstoffauto der Fall wäre. Habe ich den ECO Modus mit dem Tempopiloten gekoppelt, werde ich auf der Autobahn allerdings fast zum Verkehrshindernis.

Autobahn muss möglich sein

Gerade auf die Autobahn soll es nun aber öfters gehen: Einmal will ich ins 123 km entfernte Bayreuth fahren, dann übers Wochenende zur Zugspitze an den Eibsee. Die 500 km will ich an zwei Tagen Hinfahrt bewältigen. Wenn ich dann gute Ladestationen gefunden habe, möchte ich die Rückfahrt an einem Tag wagen.

Den Entwicklern würde ich noch empfehlen eine Kabeltrommel für mein Ladekabel zu erfinden, damit ich das Kabel wirklich klein zusammengerollt im Kofferraum verstauen kann, auch wenn es durch den Bodendreck verschmutzt ist. Am besten wäre so eine Kabelaufwicklung, wie es sie bei Staubsaugern auf Knopfdruck gibt. Dabei dürften natürlich die Stecker keine Gefahr für die Karosserie darstellen.

Im Moment belegen diese Kabel nämlich ein Drittel meines Kofferraums und verschmutzen ihn zudem. Die mitgelieferte Kabeltasche lässt sich nicht geschickt nutzen. Meine derzeitige Lösung ist eine kleiner blaue Ikea-Tasche, die recht flexibel und auch wasserdicht ist. Ich werde berichten, ob ich noch eine bessere Lösung finde.

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