Der ZOE als Eisbrecher

Der ZOE als Eisbrecher

Ein Elektroauto schont nicht nur die Umwelt. Es ist auch eine super Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen.

Birgit Steffani

Birgit Steffani lebt und unterrichtet in Ilmenau und fährt einen Renault Zoe. Ihre Erfahrungen mit dem neuen Elektroauto schildert sie im eigenen Blog für Edison.

„Hören Sie mal, wie lange lädt so ein Auto eigentlich?”- Schon beim ersten Versuch an der Ladesäule merkte ich, ein ZOE ist so etwas wie ein Hund: Immer gut um ins Gespräch zu kommen. Bei meinem Hund fragen die Leute mich nämlich immer: „Was für eine Rasse ist der denn?” Verständlich, da mein Hund als Labradoodle ja ein wenig nach Pudel oder irgendwie undefinierbar aussieht.

Mit dem E-Auto fragt man dann eben, wenn man an Ladestationen Hilfe braucht oder Pfand zahlt, um die Freischaltung zu bekommen. Da gewinnt man gute Bekannte.

Bei einer Fortbildung neulich war es noch ganz speziell. Ich setzte mich neben die freundliche Kollegin, wie ich schon in den mittleren Jahren. Wir redeten über unsere Arbeitsstellen, Wohnorte - und dann über unsere Autos. Fast entschuldigend sagte sie: „Ich fahre ein Elektroauto.”

Was für ein Wiedererkennungswert! Wir hatten, ohne uns zu kennen,  in den letzten Wochen und Monaten dieselben Ängste durchgestanden, machten uns dieselben Sorgen, schwitzten beide in unseren Autos ob der mangelnden Reichweitenerfahrung, standen vor denselben Entscheidungen-  Gotha? Da gibt es keine Ladestation… da komme ich nicht hin.

Und das verband uns ungeheuer. Auch wenn ich einen Renault fahre und sie einen VW, ich freiwillig, sie eher gezwungenermaßen durch Heirat zwangsverpflichtet - wir kennen beide das Gefühl, erleichtert bei der heimischen Steckdose angekommen zu sein und fröhlich zuhause zu laden.

Aber es gab auch Unterschiede: Bei ihr war die Prämie direkt vom Autohaus beantragt worden, ich musste das selbst machen. Sie lädt mit normalem Schukostecker, ich mit dem Menneckes Stecker Typ 2. Ich besitze zwei Ladekarten, sie lädt bisher nur zuhause. Bei ihr ist es der Zweitwagen der Familie, bei mir das einzige Auto. 

In kürzester Zeit wurden wir E- Freundinnen. 

Beim Abschied bestätigten wir uns gegenseitig darin, wie angenehm diese sanfte, schwebende Fahrweise ist. Das leise Fahren – herrlich. Und das gute Gefühl, keine Abgase zu produzieren, wiegt den Umstellungsstress auf. Zudem genießen wir beide die Möglichkeit, unsere Reichweite durch unsere Fahrweise aktiv zu beeinflussen.

Demnächst fahre ich mit meinen Mädchen bis zur Zugspitze. Die Zwischenübernachtung in Augsburg ist bereits gebucht. Und eine neue Lademöglichkeit erkundet: mit der App Share & Charge stellen Privatbesitzer ihre häuslichen Steckdosen zur Verfügung. Die Bezahlung erfolgt Online. So wird sich die Ladenetzdichte vergrößern und wer weiß, wem wir da alles noch begegnen. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

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